Sappeure Schelser Jonge

Sappeure Schelser Jonge

gegründet 1968

Schelser Jonge

Von links nach rechts: Offizier Heinz Willi Müller, Hans Hoffmann (ausgeschieden), Friedhelm Kremer, Hans Esser, Harald Steuten,
Heiko Busch, Peter Hoffmann, Manfred Prasse, Heinz-Werner Koch, Heinz-Josef Hütz, Spieß Günter Daniels

40 Jahre Schützenzug "Schelser Jonge". 

Wie hat das alles begonnen? 

Vor 40 Jahren saßen wir in der Kolpinggruppe mit einer Clique von 10 jungen Burschen im Alter zwischen 16 und 18 Jahren zusammen und beschlossen, als Schützenzug an der Schelsener Kirmes teilzunehmen. 

Damals gab es neben dem Schillzug nur die Jägerzüge Waidmannheil 1929 + 1930, die Waldeslust, die Grönen Klompe, die Hüeschter Boschte und die Fahnenabordnung. Da wollten wir dann etwas Farbe ins Spiel bringen und beschlossen als Rote Husaren aufzutreten. 

Dies stieß beim Vorstand auf sehr heftige Ablehnung und der damalige Vorsitzende Hermann Lenders führte mehrere Gespräche mit uns, in denen er uns erklärte, das er die Jugend doch dringend benötige und wir doch als Jägerzug mitmachen sollten. Das wollten wir aber nicht und so einigten wir uns nach einigem Hin und Her darauf, als Grüne Husaren an der Kirmes teilzunehmen. 

Diese Uniform trugen wir dann bis zum Jahr 1977. 

In dieser Zeit stellten wir mit Norbert Schmitz 1970 Günter Daniels 1971 Wolfgang Spehl 1973 Ulrich Schmitz 1974 und Rolf Daniels 1975 

den Jungkönig, der damals noch in der Kolpingfamilie ausgeschossen wurde. 

Unser Mitglied Rolf Daniels verstarb plötzlich und für uns alle unerwartet am 22. Oktober 2001 im Alter von nur 42 Jahren. Wir denken immer an ihn. 

Aber wie ging es bei uns im jungen Schützenzug weiter. Nachdem wir Probleme hatten, eine ordentliche Uniform zu leihen, beschlossen wir im Jahr 1977 nicht mehr als Grüne Husaren aufzuziehen. In einer Abstimmung entschieden wir uns mit sieben zu sechs Stimmen für die Uniform der Sappeure. 

Diesmal war es kein Problem die Zustimmung des Vorstands zu bekommen, da unser 1. Vorsitzender Willi Hollender ein Freund der Sappeuruniform war. 

Seit mittlerweile 31 Jahren tragen wir nun mit Stolz diese Uniform. 

Was wäre das jährliche Schützenfest ohne seine Könige und Jungkönige. In unserem Jubiläumsjahr zum 25-jährigen Bestehen stellten wir mit unserem Offizier 

Heinz Willi *Lu* Müller und Ehefrau Irene 

das Königspaar der Bruderschaft. 

Wir Sappeure wurden aber auch zweimal gebeten, die Aufgabe des Wachzuges zu übernehmen. Das war zum ersten Mal im Jahr 1984 beim damaligen Schützenkönig Jakob Fallentin und zuletzt im Jahr 2004 bei König Jochen Heidtke. 

Tradition ist es, dass wir "Schelser Jonge" seit 1968 auch immer dem amtierenden 1. Spieß am Kirmessamstag den Maibaum setzen. 

Weitere Aktivitäten unseres Zuges waren Ende der Siebziger und Anfang der achtziger Jahre unsere Silvesterbälle mit Neujahrshexen im "Burggrafen" und die von uns durchgeführten Scheunenfeste, die sehr beliebt und gut besucht waren. 

In der Zeit von 1986 bis 2004 veranstalteten wir im Pfarrsaal die Schelsener Tuppmeisterschaft. 

Unsere jährlichen Ausflüge seit 1976 haben auch zum Erhalt unserer Gemeinschaft beigetragen und wir haben immer sehr viel Spaß gehabt. 

Das es in der Gemeinschaft bisher immer so gut geklappt hat, ist sicherlich ein großes Verdienst unserer Frauen. Was wären wir Schützen ohne unsere Frauen. Sie sorgen an Kirmes dafür, dass unsere Uniform sauber und ordentlich ist und sie behandeln unsere Kopfschmerzen und sonstige Leiden. 

Aber sie haben vor vielen Jahren auch unseren gemeinsamen Wandertag ins Leben gerufen. 

Außerdem haben sie im Jahr 1993 die Frauen der einzelnen Schützenzüge angesprochen und den ersten Klompenzug am Kirmesmontag ins Leben gerufen. Die Frauen haben sich dann schnell für ihre Gruppe einheitliche Kleidung angeschafft und es ist heute ein tolles Bild, wenn die ca. 200 Frauen geschlossen mit Musikbegleitung ins Zelt einziehen. 

Uns so hoffen wir, dass wir in Schelsen noch lange gemeinsam Schützenfest feiern und Bruderschaft leben dürfen.